Was ist eine Trancehaltung? 


Seit der Altsteinzeit hinterließen zahlreiche Kulturen Abbildungen, Figuren und Statuetten in nicht alltäglichen Körperhaltungen, häufig weltweit ähnlich dargestellt.

Vor über 50 Jahren begann die Anthropologin Dr. Felicitas Goodman diese Körperhaltungen zu erforschen. 
Sie kam  zu dem Ergebnis, dass das präzise Einnehmen dieser Haltungen in Verbindung mit rhythmischer Anregung durch Rassel oder Trommel, den Eintritt in einen veränderten/erweiterten Bewusstseinsraum ermöglicht. Das war die Wiedergeburtstunde der rituellen Trancehaltungen.

Seither sind über 100 Trancehaltungen zusammengetragen und erforscht worden. Der größte Teil der erforschten Haltungen stammt aus der Kultur der Jäger-, Sammler- und GartenbauerInnen. Die Arbeit mit den Haltungen zeigte, dass einzelne Körperhaltungen in verschiedene thematische Bereiche führen. Schwerpunkte des Erlebens können je nach Haltung die Bereiche Heilung, Reinigung, Wahrsagung, Metamorphose, Initiation/Übergang oder Seelenreise sein.   

Trance – Reisen in rituellen Körperhaltungen waren ursprünglich in die  Weltsicht der jeweiligen Kultur eingebunden. Diese Kulturen kannten die Trennung zwischen alltäglicher und nicht alltäglicher Wirklichkeit nicht. Sie nutzten die Trancehaltungen als Tor, um willentlich eine Verbindung zum Geist der AhnInnen, der Tiere, der Pflanzen, der Mineralien, zu den Elementen und kosmischen Kräften herzustellen.
Wenn wir in einer rituellen Körperhaltung in Trance gehen, können wir an uraltes Menschheitswissen anknüpfen.

Ich schlage die Augen auf

emportauchend

aus leblosem Schlaf

sehe ich zum ersten Mal

seit langer Zeit wieder

die tröstliche Anderswelt

geborgenes Sein

freundliche Geister

die ich rufen kann

Gudrun Fischer

Foto: Natalia Wrzaszczyk 

Weitere Informationen unter: www. trancehaltungen.info

„Der Zustand der Trance ist eine im Menschen angelegte biologische Erfahrungsmöglichkeit. Trance ist die biologische Tür zur anderen, heiligen Wirklichkeit.“

Felicitas Goodman 

Foto: Natalia Wrzaszczyk 

Aktuelle Termine:

Trancehaltungstermin im Juli in der Praxis:
Spontantrance am Samstag, 13.7.24, 18 Uhr

in anderen wirklichkeitsebenen

durch den zaun kriechen

in den buckligwilden wald

der erde den kummer erzählen –

in der tiefe die versteinerten knochen der drachinnen

die himmelshaut berühren

sternstaub atmen

mondlicht trinken

in die nacht fliegen

– mit beiden füssen am boden

Luisa Francia

Die Trancehaltungen machen es möglich… 😉

Bitte bringt mit: Rassel, Kraftgegenstand für die Mitte, etwas zum aufschreiben, Reiselust

Ich lade Euch ein durch eine Trancehaltung in die Anderswelt einzutauchen, in Verbindung mit allen Kräften zu gehen und Herz und alle Sinne zu öffnen… und zu schauen was die Anderswelt an Impulsen und Energien dazu gibt.

Meldet Euch bitte allerspätestens bis Freitag um 12 Uhr an. Danke!

Die Rituellen Trancehaltungen wecken unseren Geist, rufen unsere Seele, lassen den Körper wieder Seelenwohnung werden, wirken heilend und integrierend für verlorene oder eingefrorene Seelenteile, lassen uns Bewusstseinsräume um Geburt und Tod erkunden, öffnen die Pforten der Wahrnehmung für die uns umgebenden Kräfte und Geistwesen. Sie sind eine Möglichkeit des schamanischen Reisens. Schamanismus wurde 1980 von der WHO als traditionelle Heilmethode anerkannt.

Felicitas Goodman, die Wiederentdeckerin der rituellen Körperhaltungen, sagte einfach: „Trance ist gesund!“

Foto: Natalia Wrzaszczyk